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"Wieviel Zeit kostet das?"
Diese oft gestellte Frage verdeutlicht die enge Verknüpfung von Zeit und Geld. Von beidem glaubt man immer zu wenig zu haben. Zeitdruck gilt als ein Kennzeichen unserer Gegenwart.
Dieser enge Zusammenhang von Zeit und Geld ist vor allem ein Ergebnis der Industrialisierung. Da genaueste Kostenberechnungen wichtig wurden, musste eine strikte Kontrolle der Arbeitszeit erfolgen. Stechuhren regelten den Arbeitstag in den Fabriken. Die Losung "Zeit ist Geld" wurde nun zur Leitidee.
Aber schon für die Tagelöhner vor 300-400 Jahren waren Arbeitszeitfragen immer auch Geldfragen. Ein früheres Arbeitsende konnte für sie bedeuten, mehr Zeit für die eigene kleine Landwirtschaft oder für das nebenher betriebene Handwerk zu haben.
Stress und Termindruck sind ebenfalls nicht neu. So beschrieb um 1400 ein italienischer Kaufmann immer wieder den Zeitdruck, der auf ihm lastete. In seinen Briefen finden sich öfters die Schlussworte: "In fretta" - also "In Eile".
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